Über "Marés - Gezeiten"
Marés – Gezeiten
Zwischen Elbe und Tejo
Ein soziologisches Ereignis in Hamburg im Mai 2029
Das Kulturprojekt „Marés – Gezeiten. Zwischen Elbe und Tejo“ versteht sich als kulturelles und zugleich soziologisches Ereignis; als ein Resonanzraum, in dem Erinnerung, Begegnung und gesellschaftliche Verbundenheit sichtbar und erfahrbar werden.
Aus soziologischer Perspektive entsteht ein temporärer Interaktionsraum, in dem sich Menschen nicht primär als Deutsche oder Portugiesinnen und Portugiesen begegnen, sondern als Teil eines gemeinsamen europäischen Kulturraums, der nationale Grenzen überschreitet. In diesem Raum können neue soziale Beziehungen, gemeinsame Werte und kulturelle Ausdrucksformen entstehen. Zugleich eröffnet das Projekt Perspektiven für Netzwerke, Kooperationen und nachhaltige Verbindungen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren.
„Marés – Gezeiten“ entfaltet seine Wirkung auf mehreren Ebenen:
kulturell
gesellschaftlich
politisch
wirtschaftlich
institutionell
Es richtet sich insbesondere an:
die portugiesisch-hanseatische Gemeinschaft in Hamburg
Institutionen und Behörden in Hamburg und Portugal
Akteurinnen und Akteure aus Tourismus, Kultur- und Kreativwirtschaft
Künstlerinnen und Künstler
zivilgesellschaftliche Organisationen und Netzwerke
Die Verbindung zwischen Hamburg und Lissabon, ihre maritime Geschichte sowie ihre kulturelle Verwandtschaft als Hafenstädte an Elbe und Tejo bilden den symbolischen Ausgangspunkt des Projekts. Der Klang des Fado, die Fliesenkunst der Azulejos und der Gesang des Cante Alentejano schaffen gemeinsame kulturelle Bezugspunkte.
Diese Ausdrucksformen tragen kollektive Erinnerung, stiften Identität und eröffnen einen Erfahrungsraum, in dem europäische Verbundenheit konkret erfahrbar wird.
„Marés – Gezeiten“ versteht sich als Impuls für kulturellen Dialog, gesellschaftliche Resonanz und die bewusste Gestaltung eines gemeinsamen europäischen Begegnungs- und Werteraums zwischen Hamburg, Lissabon und der Region Alentejo. Durch ein nachhaltiges kulturelles Projekt werden Menschen zusammengebracht, interkulturelle Verständigung gestärkt und demokratische Prozesse gefördert.
Gleichzeitig positioniert sich das Projekt ausdrücklich als gesellschaftliche Gegenbewegung zu Beschleunigung, Eventisierung, Konsumorientierung und den Mechanismen eines standardisierten Massentourismus.
Es eröffnet einen alternativen Umgang mit Zeit, Begegnung und kultureller Wertschöpfung und versteht kulturelle Praxis als Form sozialer Integration.
Die dreitägige Dramaturgie des Projekts – Ankunft, Begegnung sowie Erinnerung und Abschied – verkörpert ein bewusst gestaltetes soziales Ritual. Sie schafft einen Erfahrungsraum gemeinschaftlicher Resonanz und ermöglicht eine vertiefte Form kultureller Teilhabe.
Andreas Gördes
Vorstand des Kulturvereines "Marés - Gezeiten" (in Gründung)